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Über mich und meine Bilder

Ich fotografiere aus Leidenschaft. Ich lasse mich von meiner Umgebung inspirieren. Ich plane nicht. Ich lasse mich von meiner Intuition leiten und dem Leitspruch, dass ich immer genau zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort bin.

Wenn ich an einem Ort meine innere Stille finde, dann merke ich, wie die Umgebung durch kleine Impulse anfängt mit mir zu kommunizieren. Und dann entscheide ich mich, ob ich diesem Impuls folge und ein Bild mache, oder auch nicht. In diesem Sinne fotografiere ich "im Vorbeigehen". Ich habe die Erkenntnis gewonnen, dass die Bilder, die ich mache, etwas mit mir, mit meiner Innenwelt zu tun haben. Mit meiner Sicht auf mich. Mit meiner Sicht auf das Leben und alles, was mich umgibt. Und so teile ich mit Dir meine Innensicht über meine Fotografien.

Dies ist eines meiner ersten Bilder mit tiefer Bedeutung:

Auch die Entstehungsgeschichte ist Besonders. Es war eine Begebenheit zu der Zeit, in der ich mich in einem psychosomatischen Zentrum aufhielt. Eine Zeit der Krise und gleichzeitig eine Zeit des Aufbruchs. Eine Zeit, ohne die ich jetzt nicht diese Bilder auf diese Weise mit Dir teilen würde.

Im Augenwinkel sah ich den Kormoran plötzlich losfliegen. Ich riss meine Kamera herum und suchte den Vogel im Sucher. Gleichzeitig drückte ich auf den Auslöser für den Autofokus. Schließlich löste die Kamera ein erstes Mal aus, nachdem es die Schärfe eingestellt hatte. Und das Bild, das dabei entstanden ist, ist das Bild, das ich Dir hier zeigen kann. Ich fand für mich unmittelbar den Titel "Mein Weg". Das Starten des Vogels ist mit großen Mühen begleitet. So empfand ich auch an dieser Stelle mein Leben bisher. Aber der Vogel hat einen klaren Fokus nach vorne ausgerichtet, Mit seinem Flügelschlag symbolisiert einen unbedingten Lebenswillen, mit dem er dieser Richtung Kraft verleiht. Gleichsam ich begann meine große Kraft in mir wiederzuentdecken und die Klarheit, mich neu und klarer Richtung in meinem Leben auszurichten. Auf diesem Weg wird Wasser aufgewirbelt und die Zukunft ist im Augenblick des Starts noch nicht klar erkennbar. Aber sie glitzert schon. Und das neue Vertrauen und die neu gewonnene Zuversicht machen den Weg unumkehrbar. Und alle schweren Erfahrungen in der Vergangenheit sind notwendig für diesen Start. So konnte ich in einem Bild festhalten, wie ich diese Zeit damals empfand. Und am Prizip hat sich bis heute nichts geändert.
Du wirst erkennen, dass viele meine Bilder mit diesem Thema spielen.

So auch dieses Bild, das später in einem Urlaub auf Teneriffa entstanden ist:

Dies ist eine Aufnahme, in der ich stärker in die Bildbearbeitung eingegriffen habe. Denn dem Hintergrund habe ich für meine Bildaussage in diesem Fall die Farbe entzogen. So kann die leuchtende Blüte, die mit dem trostlos wirkenden Untergrund über die noch grün schimmernden Blätter und die darunter liegenden Wurzeln verbunden ist, wie "Phoenix aus der Asche" erstrahlen..,

Bei der Aufnahme dieses Bilder haben mich mehrere Dinge fasziniert. Zum einen die Eisbildungen an den Ästen, wie sie über der Seeoberfläche hingen. Noch niemals und auch niemals später wieder habe ich solch bizarre und Wunder-schöne Eisbildungen dieser Art gesehen. Und dann die zarten Wellen unter diesen in der Sonne glitzernden Kristalle. Sie zeigten in jedem Moment ein anderes Spiegelbild dieser "Realität" im Wasser. Jedes Spiegelbild einzigartig und nicht wiederholbar. Ich sehe in den sich verändernden Spiegelbildern die unterschiedlichen Wahrnehmungen der einen Realität. Diese sind mannigfaltig und können sich verändern, aber ist bleibt immer eine Lücke zwischen unserer Wahrnehmung und dessen, was in Wirklichkeit passiert. Und so sind es stets und ohne Ausnahme wir jeweils selbst, die allen Dingen ihre Bedeutung geben...

Dieses Bild trägt für mich den Titel "Aufwärts". Wie vorwärts, seitwärts, rückwärts.

In diesem Fall eben "aufwärts". Nach oben gerichtet. Ein Blüte ist schon offen und weist dabei den anderen die Richtung. Sie ist Vorbild und Mentor. Wobei die anderen Blüten auch schon klar in ihrer Ausrichtung sind und kurz vor ihrem persönlichen Durchbruch stehen.




In Krisen und Entwicklungsprozessen brauchte und brauche ich immer einen gewissen Schutz. Und wenn dieser von außen nicht berücksichtigt wurde, dann bedurfte und bedarf es Abgrenzung, um das zarte und neu sich entwickelnde Pflänzchen gedeihen zu lassen.